Mit großer Betroffenheit und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Hans Krämer, der den Radballsport und das Vereinsleben über Jahrzehnte hinweg in einzigartiger Weise geprägt hat.
Hans Krämer war eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Radsports. Als langjähriger Bundestrainer des deutschen Radballs von 1982 – 2000 führte er gleich im ersten Jahr das Team Andreas und Thomas Steinmeier zum Weltmeistertitel in der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden, sein größter Erfolg. Mehrere Generationen von Sportlern führte er mit seinem Fachwissen, Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz zu großen Erfolgen. Unter seiner Anleitung wurden zahlreiche nationale und internationale Titel errungen. Viele
Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister verdanken ihm entscheidende Impulse auf ihrem sportlichen Weg.
Auch selbst war Hans Krämer ein erfolgreicher Sportler: Als Deutscher Meister im 6er-Rasenradball 1967, 1968 und 1979 oder dem 3. Platz auf der Deutschen Meisterschaft 1978 in Marburg im 2er Radball mit Partner Toni Leber, gehörte seine Leidenschaft stets dem Radball in all seinen Facetten.
Besonders eng verbunden war er über Jahrzehnte mit seinem Radfahrerverein, den er als Trainer, Mentor und prägende Persönlichkeit maßgeblich mitgestaltete. Seine Arbeit war weit mehr als sportliches Training – er formte Gemeinschaft, vermittelte Werte und begeisterte junge Menschen für den Sport.
Wer Hans Krämer kannte, wird neben seinen sportlichen Verdiensten vor allem seine menschliche Art in Erinnerung behalten. Mit seinem feinen Humor, seiner Herzlichkeit und seiner bodenständigen Art konnte er Menschen begeistern und verbinden. Er hatte stets ein offenes Ohr, fand auch in schwierigen Situationen die richtigen Worte
und verstand es wie kaum ein anderer, Ernsthaftigkeit und Lebensfreude miteinander zu verbinden.
Seine Verbundenheit galt nicht nur dem Sport, sondern ebenso der lokalen Fastnacht, die ihm sehr am Herzen lag. Mit viel Kreativität und Leidenschaft war er Initiator und Mitgestalter zahlreicher Fasnachtsformate, darunter die „Alt Hexem“ und die „Blauen Radler“. Auch dort brachte er Menschen zusammen, sorgte für Gemeinschaft und schenkte vielen unvergessliche Momente voller Freude und Humor.
Mit Hans Krämer verliert die Sport- und Vereinswelt einen außergewöhnlichen Menschen, dessen Lebenswerk weit über Titel und Erfolge hinausgeht. Sein Wirken, seine Menschlichkeit und seine Begeisterung werden unvergessen bleiben.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden, seinen Weggefährten
und allen, die ihm verbunden waren.
Hans Krämer wird uns fehlen. Seine Spuren aber bleiben für immer.
