Trauer um Hans Karl

Der Radfahrer-Verein 1910 Hechtsheim trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Hans Karl. Wenige Monate nach seinem 90. Geburtstag verstarb Hans Karl am 10. Mai friedlich in seinem Zuhause. Hans Karl bestimmte über Jahrzehnte das Vereinsgeschehen auf sportlicher und gesellschaftlicher Ebene und stand auch im hohen Alter dem RV mit Rat und Tat zur Seite. Der RV 1910 Hechtsheim wird Hans Karl stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Schon als Kind war Karl begeistertes Vereinsmitglied, auch weil sein Vater Philipp zu den zwölf Gründern des RV gehörte. Deshalb war Hans Karl - als damaliger Kunstradfahrer und Trainer - nach dem Krieg bei der Wiedergründung des Vereins 1946 sofort zur Stelle und unterstützte seinen RV in allen Bereichen. Vom ersten Tag an als Protokollführer eingesetzt belegte er zwischen 1949 und 1952 das Amt des Schriftführers im Vorstand, wurde 1953 Erster Vorsitzender, ein Jahr später Zweiter Vorsitzender und stand von 1968 an wieder dem Verein vor. Nach 25-jähriger Amtszeit übergab Hans Karl den Vorsitz 1992 an seinen Nachfolger Toni Leber. Seit 1991 belebte Hans Karl das Vereinsgeschehen dann als Ehrenvorsitzender.

Hans Karl war ein absoluter Glücksfall für den Verein. Der frühere Personalchef der Mainzer Uni-Klinik war nicht nur ein erfahrener Verwaltungsmann, der es verstand, seinen Verein nach außen zu repräsentieren. Mit seinem Organisationstalent war Karl auch eine  der treibenden Kräfte, die den Bau der vereinseigenen Radsporthalle forcierten. Dieser Traum ging in den Jahren 1962 - 1964 in Erfüllung. Die Erfolge des Vereins wurden noch bedeutender und Hans Karl sorgte sich unermüdlich um den reibungslosen Ablauf der sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. „Hans Karl war immer für den Verein da. Immer wenn es Probleme oder Unklarheiten gab, hatte Hans ein offenes Ohr oder einen Lösungsvorschlag zur Hand“, erinnert sich sein Nachfolger Toni Leber. „Ohne Hans Karl wäre der RV 1910 nicht das, was er heute ist. Wir haben Hans viel zu verdanken.“ 

Auch als Rentner  blieb Hans Karl seinem Verein treu und nahm immer wieder, so es denn seine Gesundheit zuließ, an der Stammtischrunde in der Radsporthalle teil. Bei den sportlichen Veranstaltungen des Vereins war Karl ein regelmäßiger und gern gesehener Gast. Hans Karl hinterlässt eine große Lücke im Verein. Er wird beim RV 1910 immer in bester Erinnerung bleiben.